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des vatikans erklärungen...

auszug aus www.tagesspiegel.de

autor: Institutsdirektor und Professor für Medizinische Mikrobiologie in Halle

"Der Vatikan wehrt sich neuerdings mit biologischen Fakten: „Viele Psychologen und Psychiater haben bewiesen, dass es keine Beziehung zwischen Zölibat und Pädophilie gibt“, erklärte Kurienkardinal Tarcisio Bertone. Dagegen sei der Zusammenhang zwischen Pädophilie und Homosexualität eindeutig belegt. Nach Auffassung des Klerus ist Pädophilie heilbar. Deshalb folgt auch die Wiedereinsetzung geläuterter Problempriester einer inneren Logik.

Objektiv sind die psychologischen Argumente der Kurie jedoch schon deshalb unsinnig, weil „Pädophilie“ auch heterosexuelle Neigungen einschließt. Viele Priester vergingen sich bekanntlich sowohl an Jungen als auch an Mädchen. Wie Pädophilie entsteht und welche weiteren Bedingungen den Boden für systematische sexuelle Übergriffe bereiten, ist wissenschaftlich leider noch keineswegs geklärt.

Unter Fachleuten außerhalb des Vatikans gilt echte Pädophilie bei Erwachsenen als unveränderbar. Etwa ein Prozent der Männer müssen damit leben, dass sie durch das kindliche Körperschema erregt werden. Ob es organische Ursachen dieser „sexuellen Prävalenzstörung“ gibt, ist umstritten. Bei pädophilen Straftätern fanden sich Reifungsstörungen im „Mandelkern“ des Gehirns, der für die Kontrolle von Emotionen mitverantwortlich ist. Andere Forscher vermuten die Ursache im Frontallappen der Hirnrinde.

Welche Faktoren Kindesmissbrauch fördern, beziehungsweise für dessen Häufung in der katholischen Kirche verantwortlich sind, ist wissenschaftlich nicht geklärt. Den weitaus meisten pädophilen Männern gelingt es, ihre Neigung lebenslang unter Kontrolle zu halten. Andererseits wird über die Hälfte der (registrierten) Sexualstraftaten mit Kindern von nicht pädophilen Männern als „Ersatzhandlung“ begangen, weil sie an die eigentlich begehrten erwachsenen Partner nicht herankommen.

Für eine wirksame Prävention müssen noch viele wissenschaftliche Fragen geklärt werden. Bisher ist unklar, ob der Zölibat tatsächlich Sexualstraftaten fördert. Geklärt werden muss auch, welchen Einfluss fehlende Strafverfolgung und kollektive Rechtfertigungssysteme („Gottes Wille&ldquo haben. Als typisch für Kindesmissbrauch gilt auch die „kognitive Verzerrung“: Viele Täter glauben, ihr sexuelles Interesse beruhe auf Gegenseitigkeit. Schließlich fallen viele Missbrauchsdelikte, insbesondere in Internaten und Sportvereinen, gar nicht unter die psychologische Definition von Pädophilie, weil die Opfer über 14 Jahre alt waren.

Hilfreich könnte der Fall der Odenwaldschule sein. Dort herrschten in den 70er Jahren missbrauchsfördernde Strukturen, die denen der katholischen Kirche frappierend ähneln. Der Schulleiter Gerold Becker war für seine Schüler (und viele Lehrer) sakrosankt wie ein Oberpriester. Statt auf „Gottes Willen“ berief er sich allerdings auf sexuelle Befreiung und griechische Knabenliebe.

Wenn die Reformpädagogen von damals wirklich etwas wiedergutmachen wollen, sollten sie sich einer wissenschaftlichen Aufarbeitung zur Verfügung stellen. Von der katholischen Kirche ist die dafür notwendige Selbstkritik jedenfalls nicht zu erwarten."

13.4.10 23:39


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Anne Will: Benedikts Schweigen - sind wir noch Papst?

 

Sendung vom 11. April 2010

Thema: Benedikts Schweigen - sind wir noch Papst?

das komplette video könnt ihr euch hier ansehen: http://daserste.ndr.de/annewill/videos/annewill1818.html

 

wer es gesehen hat, dem ist vermutlich (wie mir) bei manchen worten die spucke weggeblieben.

 zu gast waren der bischof von essen (franz-josef overbeck), katholikin sophia kuby, filmemacher rosa von praunheim, und die zwei journalisten hans-ulrich jörges und matthias matussek.

(zugegeben musste ich zeitweise ziemlich schmunzeln, als herr overbeck laberte und laberte, und doch immer nur wieder das gleich sagte, was man seit WOCHEN hört)

zu anfang will ich betonen, dass ich mir nicht das recht rausnehmen will, über die kirche zu urteilen. sexueller missbrauch ist nicht nur ein problem der katholischen kirche, sondern der gesamten bevölkerung! trotzdem gibt es dinge, die einfach nicht sein können (die ich zwar größtenteils nicht beurteilen kann, da ich nicht gläubig bin und nicht in der ganzen materie drinstecke)...aber es bringt mich doch extrem zum nachdenken...

ich habe demnach keine erwartungen an den papst, weil ich mit diesem papst nichts am hut habe. ich war nicht euphorisiert, als er papst wurde und folge auch jetzt nicht der massenhyterie, wenn es darum geht, ihn schlecht zu machen. warum auch. er ist ein MENSCH!

trotzdem...:

eine dubiose institution... ich bin fast nicht mehr geworden, als herr overbeck (als dortiger vertreter der kirche) in dieser talkshow seine meinung über homosexualität äußerte...im anbetracht dessen, dass anne will ja bekanntlich eine FREUNDIN hat... ich war erstaunt, dass sie ihm nicht mal ne klare ansage gemacht hat!

homosexualität und kirche: in aller erster linie ist es seitens der kirche vollkommen zwecklos, homosexualität als sünde zu bezeichnen, weil es mittlerweile bewiesen ist, dass es auch in dieser kirche menschen gibt, die so sind. und ein satz von rosa von praunheim an den bischof hat mir sehr gefallen (auch wenn mir seine weitere argumentation ziemlich oberflächlich und eingefahren erschien) ... siehe dick gedruckten satz weiter unten...

 

overbeck:"das ist ne sünde"

rosa von praunheim:"für mich ist es was ganz natürliches"

o:"das widerspricht der natur. die natur des menschen ist angelegt auf das miteinander von mann und frau "

rvp:"völliger quatsch. das glauben sie doch selbst nicht."

will: "jetzt würd ich aber tatsächlich gerne mal nachfragen. warum genau maßt die kirche sich eigentlich an, den menschen vorzuschreiben, welche sexualität sie leben dürfen?"

o:"diekirche selbst maßt sich das ja gar nicht an. was die kirche tut, ist zu sagen, was von gott für uns menschen gedacht ist." "und da wir menschen von gott geschaffen sind... als mann und frau... auf dass wir uns ergänzen..."

rvp:"sie haben mit gott gesprochen. und er hat ihnen das gesagt.?! wer hat ihnen da sgesagt?"

o:"die gesellschaft wächst und lebt. darum ist das so!"

rvp:"wächst und lebt... was tun sie dafür, dass die gesellschaft wächst und lebt?"

o:"was ich dafür tue? erstens, indem ich das, was ich jetzt hier sage, laut sage und verkünde...damit deutlich ist, das gehört zu den moralischen normen, nach denen der mensch sich zu richten hat. und zweitens, indem ich deutlich mache: sexualität hat wesentlich mit liebe zu tun! und liebe erfüllt sich ind er gemeinschaft von mann und frau, die sich auf kinder hin öffnet."

rvp:"völliger blödsinn. die sexualität hält viele viele möglichkeiten offen...und sie können nicht die aroganz haben zu bestimmen, was richtig und falsch ist!!!" [großer applaus]

 ohne kommentar...oder?

hans-ulrich jörges:"das problem der katholischen kirche ist, dass sie voller homosexueller ist, die sich an perversen an kindern vergangen haben"

overbeck:"nein nein nein nein nein..."

so... und das war erstens klar und zweitens steht das symbolisch für das, was im moment passiert! will mir jemand erzählen, dass die katholische kirche nicht in jeder situation versucht, die missbrauchsfälle zu verleugnen? was ist so schwer daran zu sagen: ja... sie haben recht. bei uns gibt es auch homosexuelle... und bei uns gibt es auch pädophile. und ja... wir sind nicht die perfekte "saubere" institution und wir haben ein problem, aber wir wollen das jetzt ändern... wir wollen uns an die allgemeingültigen richtlinien halten und aktiv gegen missbrauch vorgehen und prävention betreiben

einige wenige stehen dazu. sie bekennen sich, entschuldigen sich (nicht, dass es etwas wieder gut machen würde, aber immerhin um längen besser, als der rest dieser verlogenen meute!)

laber, laber laber...und so ging es die ganze zeit weiter... seht es euch an!

13.4.10 23:28


Richtlinien des Vatikan (Quelle: www.n-tv.de)

"Bei Missbrauch Behörden einschalten: Vatikan veröffentlicht Richtlinien

Der Vatikan macht einen "Führer zu einem Grundverständnis der Prozeduren der Glaubenskongregation" bei sexuellem Missbrauch publik. Danach sollte das bürgerliche Gesetz, das die Anzeige von Verbrechen bei den Behörden betrifft, "immer befolgt werden".

(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Bei sexuellen Missbrauchsfällen muss die Kirche immer die staatlichen Behörden einschalten. Und in sehr schweren Fällen von Pädophilie kann der Papst einen schuldigen Priester auch ohne kirchenrechtlichen Prozess direkt in den Laienstand zurückversetzen. Das sind zwei der Richtlinien, die der Vatikan am Montag auf seiner Website veröffentlicht hat - als "Führer zu einem Grundverständnis der Prozeduren der Glaubenskongregation" bei sexuellem Missbrauch.

Der "Führer" verknüpft die päpstliche Botschaft "Sacramentorum sanctitatis tutela" vom 30. April 2001 und den Kodex des Kanonischen Rechts von 1983. Diese "Einführung" soll für all jene hilfreich sein, die nicht so gut mit dem Kirchenrecht und den Abläufen in der Kirche vertraut sind, erläuterte der Vatikan. Sprecher Ciro Benedettini sagte, das Regelwerk stamme von 2003 und sei somit nicht neu. Es werde jetzt veröffentlicht, um "absolute Transparenz" zu zeigen.

In den vergangenen Wochen waren angesichts der zahlreichen Fälle sexuellen Missbrauchs vor allem auch in Deutschland wiederholt Fragen zum Vorgehen des Vatikans aufgekommen. Dem Vatikan war mehrfach auch "Vertuschung" vorgeworfen worden: Die Direktiven der lange von Joseph Ratzinger geleiteten Glaubenskongregation hätten die Bischöfe nicht ausdrücklich angewiesen, sexuelle Missbrauchsfälle auch zu melden.

"Das bürgerliche Gesetz, das die Anzeige von Verbrechen bei den Behörden betrifft, sollte immer befolgt werden", heißt es in dem Regelwerk. Bis zum Abschluss eines Falls kann der zuständige Bischof Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, um die Gemeinde, die Opfer eingeschlossen, zu schützen. Der zuständige Bischof habe dabei immer die Macht, Kinder zu schützen, indem er die Aktivitäten eines Priesters in seiner Diözese einschränke. Das sei Teil seiner Autorität. Er wird ermuntert, diese auch einzusetzen, wenn das notwendig erscheint, um Schaden von Kindern abwenden zu können.

Bericht zu Kloster Ettal

Der Sonderermittler des Erzbistums München-Freising hat inzwischen seinen Bericht über die Missbrauchsvorfälle im Kloster Ettal vorgelegt. Knapp zwei Monate nach Bekanntwerden des Skandals schildert der Münchner Anwalt Thomas Pfister auf 180 Seiten jahrzehntelange Misshandlungen und sexuellen Missbrauch an mehr als 100 Klosterschülern. Täter sollen rund 15 Benediktinermönche gewesen sein. Der Bericht wurde dem Erzbischöflichen Ordinariat in München und der Benediktinerabtei in Ettal übergeben.

In Ettal rückt nun auch ein langjähriger Abt des Klosters ins Visier der kirchlichen Ermittlungen. Er soll Kinder geschlagen und seelisch gequält haben.

Ende Februar hatte das Kloster Ettal zugegeben, dass Schläge in der Internatsschule bis in die 1990er Jahre an der Tagesordnung waren. Die Staatsanwaltschaft ermittelt zudem wegen sexuellen Missbrauchs von Patres an Schülern. Die meisten Misshandlungen sind verjährt und können daher nicht mehr vom Gericht bestraft werden.

Ein früherer Schüler habe ihm berichtet, so Pfister, "dass er eine lebendige Nacktschnecke essen musste",. Der damalige Abt - er leitete das Kloster von 1973 bis 2005 - habe den Jugendlichen bei einer Bergwanderung zum Essen der Schnecke gezwungen. Der langjährige Leiter des Klosters habe auch wiederholt die Köpfe von Schülern auf die Pulte geschlagen."

12.4.10 23:23


Die aktuelle Debatte

in unserer lokalzeitung gab es letzte woche eine leserumfrage zum thema missbrauch verhindern. ich hatte einen leserbrief geschickt (siehe ganz unten), aber er wurde nicht gedruckt. gab vermutlich zu viele zuschriften. ist ja auch vollkommen irre, was hier derzeit abläuft. katholische kirche hier...katholische kirche dort. überall missbrauch. böse kirche, böse schulen, böse einrichtungen. LIEBES restliche deutschland. die frage war, wie können wir missbrauch verhindern. meine antwort war, enttabuisierung!
natürlich ist es wichtig (total wichtig!), dass diese letzten fälle alle aufgedeckt wurden, und auch weitere... aber wem geht es um den SINN der sache. um die sache ansich? es ist doch mal wieder total krank: die kirche bietet natürlich für die meisten menschen wieder eine "niesche" in die sie dieses thema schieben können... nur, dass es bloß kein gegenstand IHRES lebens wird! die medien vermakrten es mal wieder, alle finden es grässlich und grausam, sogar der papst hat die hosen voll und polit-talkshows reißen sich jetzt nach "opfern", die teilweise schon vor jahren den mund aufgemacht haben, aber denen damals keiner wirklich zuhören wollte. aber die einfachsten lösungsmöglichkeiten... die wirklich simpelsten strategien...die umgeht man. die fordert man nicht. nein, man muss ja die tatsache ansich breittreten. ein paar personen müssten sich hinsetzen und die verjährungsfrist in solchen fällen abschaffen (andere länder sind schlauer)... ein paar personen müssten sich hinsetzen und die persönliche entscheidungsfreiheit von gerichtspsychologen vergrößern... die presse sollte endlich mal aufklären, und nicht ihre dämlichen verschwörungs und aufhetz-titel verbreiten. jeder erzählt da selbe. nachrichten, presse, talkshows.....: die kirche und der sex...., ...immer mehr opfer..., ...die bösen priester, lehrer etc. ....
und was würde wirklich mal helfen? aufklärung auf der ganzen linie. im sinne von (natürlich) prävention, täterbenennung und beharrung auf stellungnahmen... aber auch forderungen (sehr öffentlich) nach mehr rechten für OPFER! das ist doch vollkommen logisch. wenn endlich mal die opfer in  den vordergrund treten und die presse nicht nur an den tätern interessiert wäre,,, und vielleicht die verjährungsfrist aufgehoben wird und die menschheit über FOLGEN für die opfer aufgeklärt wird und diesen der notwendige rahmen geschaffen wird, sich mitzuteilen und GLAUBHAFT und WICHTIG dazustehen...dann macht das angst... den tätern und denen, die vielleicht bald welche werden. und natürlich sind angebote für pädophile wichtig... aber sind denn wirklich die meisten täter pädophil? nein! die familien sind das problem. und man muss die erreichen können und mein onkel lacht sich bestimmt darüber kaputt, was hier im moment abläuft. kinder werden aus dem gechützen rahmen in "anstalten" gegeben... und dort passiert das ganz ganz schlimme. sicher ist dort viel schlimmes passiert und tut es auch heute noch. aber wo ist es denn noch viel gefährlicher? in der eigenen familie! und DIE wird in keinem ton angeklagt. nirgends! diese ganzen leute, die bis heute noch mit niemanden über den missbrauch geredet haben, der sich in ihrer familie abgespielt hat... die werden durch so eine mediale scheiße wie im moment mit sicherheit nicht ermutigt, mal den mund aufzumachen. das geht in die komplett falsche richtung. das ist mir viel zu einseitug! aber so sind sie...die medien. fall amstetten oder fall natascha kampusch.... wer redet heute noch darüber? niemand! nein, denn um sich damit mal auseinanderzusetzen, müsste man ja den blickwinkel auf den intimsten umkreis richten. keine hohen institutionen...sondern der enge kreis der familie. und wie viele haben davor eine heiden angst....! genug! es geht mir auf den keks!!! keine lust mehr, nachrichten zu schauen. was bilden die sich überhaupt ein. da richtet die kirche doch nicht etwa eine hotline für opfer ein. welches dieser opfer bitte, wird sich DA melden. bei einer hotline, die schon wieder kirchlich organisiert ist. und es glaubt doch hier wirklich keiner, dass jeder anruf, der dort eingeht, die internen mauern dieser institution verlässt! dieses land ist so kaputt! und alles, was im verborgenen immer schon so kaputt war, und jetzt ans tageslicht gerückt ist, ändert nichts! ich bin den opfern dankbar, die sich gemeldet haben. aber leider wird sich hier nichts ändern. auch in der puren öffentlichkeit, macht niemand mal ne klare ansage und ÄNDERT etwas.
jetzt die frage, warum ich hier so große töne spucke und selber nichts tue. was denn auch? die petition gegen die verjährungsfrist von sexuellem missbrauch habe ich schon vor JAHREN unterschrieben. ich bin nicht in den regierungsparteien und auch kein richter. ich brauche momentan überhaupt nichts zur anzeige bringen, weil es nicht interessiert. wie gesagt. es geht um familie und über die wird im günstigsten falle ein paar monate nachgedacht, momentan wohl überhaupt nicht.

 

mein leserbrief: 

"Ganz klar: Enttabuisierung!
Wir müssen uns bewusst werden, dass sexueller Missbrauch ein über die Maße weit verbreitetes Problem ist. Und zwar nicht nur der katholischen Kirche, sondern der gesamten Bevölkerung. Der Schlüssel zur Verhinderung solch einer Straftat liegt in der Prävention. Diese umfasst neben diversen Angeboten in Kitas oder Schulen besonders Aufklärung über die tatsächlichen Zustände. Und wieder meine ich nicht nur die, der katholischen Kirche! Aufklärung sollte sich dabei nicht nur auf das tatsächliche Ausmaß dieser Straftaten beziehen, sondern auch darauf, welche Spuren sie bei den Opfern hinterlassen. Vielleicht kommen wir so zu mehr Verständnis, was es den Betroffenen erheblich erleichtern würde, gegen die Täter vorzugehen und Anzeige zu erstatten.
Wenn wir es irgendwann schaffen, dass unser Rechtsstaat sexuellen Missbrauch nicht mehr als Vergehen, sondern Verbrechen ahndet und den Opfern mehr Rechte eingeräumt werden (z.B. die Abschaffung der Verjährungsfrist), wird es möglich, ein Bewusstsein zu schaffen, welches sich ganz klar für die Bekämpfung sexuellen Missbrauchs einsetzt.
Jeder Mensch muss mit offenen Augen durch diese Welt gehen und Anzeichen erkennen lernen. Ich bin mir sehr sicher, dass fast jeder "betroffen" ist.. als angehöriges Elternteil, Freund, Arbeitskollege, Lehrer oder  Bekannter... oder auch als direktes Opfer sexueller Gewalt. Wir dürfen nicht wegsehen und sollten ein Verständnis entwickeln, welches nicht mehr primär täter- sondern "opfer"orientiert ist! Es ist nicht nur die Frage wichtig, wie wir so etwas verhindern können, sondern auch, wie wir mit bereits Vorhandenem am besten umgehen."

12.4.10 23:15





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